Ich habe bei www.dhd24.de wieder eine Anzeige gelesen und war fassungslos.

 

Hier die original Anzeige (die Homepage hab ich aus Datenschutzgründen nicht angezeigt) :

 

 

 Chihuahuahündin für Hobbyzucht gesucht

 

Ich suche eine Chihuahuahündin mit der es möglich ist meinen 1-jährigen Chihuahuarüden zu verpaaren (Hobbyzucht)

 

Rolex stammt aus einer Chihuahuazucht, ist jedoch selbst auf Grund eines angeborenen Vorbiss nicht für die reguläre Zucht geeignet.

 

Auf Grund der typvollen und positiven Eigenschaften (freundliches und aufgeschlossenens Wesen), möchte ich diese gerne trotdem weiter geben.

 

Wenn Sie Interesse haben, schauen Sie bitte auf (Homepage) um weitere Informationen zu erhalten. Und um sich gegebenenfalles mit mir in Verbingung zu setzen.

 

 

Ich habe mich ernsthaft gefragt wo der Verstand bei solchen Leuten geblieben ist.

 

Wenn ein Hund von Fachleuten nicht zur Zucht zugelassen ist, wird das schon seine Gründe haben. In diesem Fall der Vorbiss vom dem Hund. So etwas gilt als "Fehlbildung" und darf einfach nicht zur weiteren Zucht zugelassen werden.

Durch solche "Hobbyzüchter" werden kranke Tiere "produziert" die dann ihren neuen Besitzer viel Kummer machen.

 

Ich geh mal davon aus, das bei diesem Hund auch nicht darauf geachtet wurde ob die Fontanelle geschlossen ist und ob die Knie in Ordnung sind. Dann das sind 2 Problemstellen die der Chihuahua hat.

 

 

Ein Auszug aus dem Bericht von  Petra Oelkers:

Genauso wie große Rassen zu HD neigen, so kann es bei kleinen Hunderassen, wie dem Chihuahua zu einer Patella-Luxation kommen. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich übersetzt Kniescheibenverschiebung. Der Grund dafür liegt an dem dünnen Knochenskelett, weshalb es vorkommen kann, das die Kniescheibe nicht fest in ihrer Verankerung lagert und gelegentlich herausrutscht. Erkennen kann sogar ein Laie eine Patella-Luxation ganz leicht daran, das der Hund im Lauf plötzlich eines seiner Hinterläufe anhebt und für eine Weile auf drei Beinen weiterhumpelt. Die Veranlagung hierfür ist erblich bedingt. Doch das Tückische daran ist, das man einem Welpen äußerlich meist noch nichts davon anmerken kann. Denn für gewöhnlich tritt eine PL erst mit Eintritt der Geschlechtsreife auf.

Ab wann eine PL operiert werden muss, hängt von dem jeweiligen Schweregrad ab. Behandelt werden muss sie aber auf jeden Fall, denn der Zustand verschlimmert sich mit der Zeit und das Tier leidet starke Schmerzen. Aus diesem Grund achten Sie schon vor dem Kauf auf den Nachweis eines tierärztlichen Gutachtens, das die PL-Freiheit der Elterntiere garantiert.

 

Zur Zucht sind nur folgende VDH-Normen zugelassen: 0/0; 1/0; 0/1 oder 1/1. Bei einem anderen Befund als 0/0 muss der Partner den Befund 0/0 haben.

Ein anderer häufig auftretender Schwachpunkt ist die offene Fontanelle. Der Chihuahua ist der einzige Hund, der genau wie der Mensch, mit einem offenen Schädel geboren wird. Im Idealfall wächst diese in den ersten Lebenswochen wieder zu, doch manchmal bleibt eine winzige Öffnung zurück. Aber auf gar keinen Fall darf die gesamte Fontanelle offen bleiben. Überprüfen Sie am besten selbst, ob sich bei Ihrem Wunschwelpen diese auch wirklich geschlossen hat, indem Sie vorsichtig mit dem Finger den Kopf abtasten. Die Maximalgröße darf ein Centstück nicht überschreiten, da anderenfalls zeitlebens Lebensgefahr für diesen Hund bestehen würde. Ein einziger versehentlicher Schlag oder Stoß auf das ungeschützte Gehirn hätte mit Sicherheit tödliche Folgen.

 

Wir Züchter achten darauf das nur Hunde zugelassen werden, bei denen diese Dinge in Ordnung sind. Alles andere ist unverantwortlich und schadet dem Hund.  

 

Deswegen meine Bitte an Sie: unterstützen Sie solche "Qualzuchten" nicht die auf Kosten der Hunde gehen. Und später dann auch auf Ihre Kosten.

Manches kann man durch eine Operation beheben, aber nicht alles. Oft endet es damit, das Sie viele hundert Euro, wegen Tierarztbesuche, in den Hund steckt und dem Hund nicht geholfen werden kann. Sie sind dann eine Menge Geld los und müssen schlimmsten Falls den Hund noch einschläfern.

Weiter kommt noch hin zu, das Sie eine emotionale Bindung zu dem kleinen Racker aufgebaut haben und selbst darunter leider. 

Auch wenn Züchter teurer sind, gehen Sie lieber dort hin. Denn hier wissen Sie was Sie bekommen: Hunde die mit Verstand gezüchtet werden.  

 

 

Zu der nächsten Anzeige (auch von dhd24.de) brauche ich nichts zu schreiben. Die versteht sich von selbst.

 

 

Chihuahua LH m.P.

Hallo,unser hübsches buntes Trio sucht Verstärkung.

Wir sind bereit einem kleinen LH Rüden ein liebevolles Zuhause auf Lebenszeit zu bieten!
Wir kaufen nur einen Welpen aus seriöser und Verantwortungsvoller Zucht. Massenzüchter , die hier ständig ihre  Welpen anbieten , brauchen sich nicht  zu melden!
Auch wir haben dazu gelernt.....Wir kaufen nur dort einen Welpen , wo auch das Umfeld stimmt.  Wir würden gerne mehrere Generationen zu sehen bekommen . Also Züchter , die ihre Rentner abschieben brauchen sich auch nicht zu melden. Wir sind nicht (mehr ) bereit , dubiosen Leuten mit unserer Finanzkraft zu unterstützen! Wir kaufen keinen verdreckten , verängstigten und nach Pippi stinkenden Welpen ( mehr) , der dann auch noch voller innerer und äußerer Parasiten ist....!
Bitte keinen Merle oder aus derartiger Verpaarung , kein Tea-Cup der ins "Wasserglas" passt , sondern einen gesunden und robusten Chi mit einem Endgewicht zwischen 2 und 3Kg.
Wir suchen nach einem Chi , der auch wenn er ausgewachsen ist wie ein Chi aussieht- also nicht irgendetwas mit großen Ohren anbieten!

Immer wieder tauchen bei www.dhd24.de, www.markt.de oder www.quoka.de Anzeigen auf wo Hunde für 150 oder 200 Euro angeboten werden. Wie sich herrausgestellt hat sind das Betrügerbanden. Die Nigeria-Connection.

Hier ein Betrag aus der Sendung Akte.

Auch werden Tier aus dem benachbarten Ausland angeboten, die unter mehr als schlechte Bedingungen gehalten und ausgebeutet werden. Oft sind sie krank und leben nicht lange. Bitte sehen Sie sich auch das an. Und dann überlegen Sie ganz genau wo Sie Ihren Welpen kaufen möchten!!!

Leider hat sich das Motto "Geiz ist geil" auch bei den Tieren breit gemacht. Und nur Sie als Käufer können etwas gegen diese Zustände unternehmen. Kaufen Sie keine Welpen, welcher Rasse auch immer, aus solchen Bedingungen. Für jedes Tier was Sie dort aus Mitleid kaufen, rücken unzählige Welpen nach. Und das Tierelend wird immer größer. Klar Sie helfen in dem Moment diesem einen Tier. Aber was wird aus diesen oft kranken und viel zu früh von der Mutter weg genommenen Tieren? Was ist mit denen, die dadurch an den Platz von "Ihrem" Welpen rücken?

Sehen Sie selbst:

Wühltischwelpen - nein Danke! Nein zum Handel mit Billigwelpen

 

Der Tatort: Ein Wochenmarkt irgendwo in Ungarn, Polen, Holland oder Belgien. Alternativ ein dunkler Parkplatz oder Hof in Deutschland. Das Opfer: nur wenige Wochen alt, unterernährt und oftmals krank. Ein Häufchen Elend, mit herzerweichendem Blick, aber meist ohne gültige Papiere und nötige Impfung. Die Täter: skrupellose Hundever­mehrer, denen es nur um das schnelle Geschäft geht. Dass es sich um fühlende Wesen mit Angst und Schmerz handelt, zählt nicht. "Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie mit ihrem Mitleidskauf das grausame Geschäft mit den Welpen erst anheizen", so die Erfahrung von Dieter Ernst vom ETN. TASSO, der ETN und bmt haben das Jahr 2010 daher zum Jahr "Gegen den unseriösen Welpenhandel" erklärt und gemein­sam die Kampagne "Wühltisch-Welpen – nein Danke!" ge­star­tet. Alle drei Organisationen wollen durch Auf­klärung die Nachfrage stoppen und somit für un­seriöse Händler den Markt in Deutsch­land austrocknen.

 

 

 

So erkennen Sie unseriöse Welpenhändler und Welpen­vermehrer:

 

Sehen Sie das Muttertier?
Lassen Sie sich das Muttertier unbedingt zeigen. Bei unseriösen Händlern werden Sie es nicht zu Ge­sicht bekommen. Wenn doch, beobachten Sie, ob es liebevoll mit den Welpen umgeht, ob die Kleinen zum Beispiel säugen dürfen. Haben Sie den Ein­druck, dass es sich um die eigenen Welpen handelt? Verstösst das Muttertier den Welpen, hat es kein Interesse an ihm, entfernt es sich von ihm? Dann können Sie davon ausgehen, dass es sich nicht um die leibliche Mutter handelt. Der Welpen­händler präsentiert Ihnen eine Alibi-Hündin. Keinesfalls kaufen!

 

Der Preis
Für einen Rassehund von anerkannten Züchtern zahlt man ab 600 Euro und mehr. Alles was deutlich darunter liegt, ist nicht marktüblich und daher unseriös. Erkundigen Sie sich bitte auch beim Verband für das Deutsche Hundewesen: www.vdh.de

 

Wo und wie wird verkauft?
Auf Parkplätzen, Märkten, dreckigen Höfen? Aus dem Bus, Koffer­raum, Pappkarton oder Drahtkäfig her­aus? Ein weiteres Indiz für Welpenhandel. Vorsicht auch bei Angeboten im Internet!

 

Stellt der Verkäufer Fragen?
Ein seriöser Züchter möchte wissen, in welche familiären und häuslichen Verhältnisse der Welpe kommt. Werden keine Fragen gestellt, geht es nur ums Geldverdienen.

 

Gibt es einen Kaufvertrag?
Wenn ja, enthält er Namen, Adresse und eine Haftung des Verkäufers? Ist der Kaufpreis genannt?

 

Wie sehen die Welpen aus?
Sind die Kleinen dünn oder durch Würmer aufgebläht? Liegen sie apathisch in der Ecke oder zeigen ein ungewöhnliches Verhalten? Ist das Fell dreckig und stumpf? Fiepen die Kleinen oder geben sie sogar keinen Laut von sich? Steht Wasser und Futter in der Nähe ?

 

Das Angebot
Wie viele Rassen hat der Händler im Angebot? Bei mehr als 2 Rassen und mehr als vier Würfen im Jahr ist äußerste Vorsicht geboten. Hier handelt es sich nicht um Züchtung, sondern um Welpen­vermehrung, die größtes Tierleid zur Folge hat.

 

Die Verhandlung
Möchte man Sie mit Begriffen wie „Ratenzahlung, Rabatt, Lieferung frei Haus, Verhandlungssache” bei der Kaufentscheidung beeinflussen, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass Sie es mit Hunde­­­händlern der übelsten Sorte zu tun haben. Diese Händler drängen auf einen schnellen, sofortigen Abschluss, ein weiterer Besuch ist nicht erwünscht.